Wir Frauen lernen schon früh eines:
Du hast Nasenbluten? Fühlst dich müde, blass oder frierst? Und du bist nicht krank oder schläfst ungewöhnlich wenig.
Dann ist es wahrscheinlich Eisenmangel.
Und oft stimmt das auch.
Aber was passiert, wenn du deine Werte überprüfst –
und alles „normal“ aussieht?
Und trotzdem…
erkennst du dich in den Symptomen wieder.
Hier wird es interessant.
Denn es gibt ein Puzzlestück, das vielen nie erklärt wurde:
Ferritin.
Eisen und Ferritin – was die meisten verwechseln
Wir reden oft über Eisen.
Aber das ist nur die halbe Wahrheit.
Eisen ist das, was der Körper verwendet.
Zum Beispiel um Sauerstoff im Blut zu transportieren.
Ferritin ist der Eisenspeicher des Körpers.
Denk so:
– Eisen = das, was du täglich verwendest
– Ferritin = dein Sparkonto
Und du kannst absolut haben:
✔ „normale“ Eisenwerte
❗ aber niedriges Ferritin
Was bedeutet das in der Praxis?
Dass der Körper überlebt –
aber ohne Spielraum.
Du hast genug, um auf dem Papier zu funktionieren.
Aber nicht genug, um dich optimal zu fühlen.
Und oft fühlt sich der Körper dann…
etwas daneben an.
Symptome, die du leicht abtust
Das ist nichts, was sich immer dramatisch anfühlt.
Aber es kann sich äußern als:
– Müdigkeit, die nicht verschwindet
– Gehirnnebel
– schlechtere Konzentration
– leichtes Frieren
– Haare, die dünner erscheinen
– brüchige Nägel
– Schwindel
Nichts davon ist einzigartig.
Aber zusammen sagen sie mehr, als man denkt.
Warum das oft Frauen betrifft
Frauen verlieren regelmäßig Eisen.
Hauptsächlich durch Menstruation, Schwangerschaft und Geburt.
Abgesehen von Schwangerschaft und Geburt, wo wir uns des zusätzlichen Eisenbedarfs bewusst sind, erfolgt der Verlust schleichend.
So schleichend, dass es oft nicht bemerkt wird –
bis die Energie nicht mehr ganz ausreicht.
So baust du die Werte auf (richtig)
Hier sind viele verwirrt, also machen wir es einfach:
👉 Du erhöhst Ferritin, indem du Eisen auffüllst.
Aber der Körper tut dies in zwei Schritten:
- Er verwendet Eisen dort, wo es benötigt wird
- Was übrig bleibt, wird als Ferritin gespeichert
Das bedeutet:
– es dauert Zeit, Ferritin zu speichern
– es erfordert Kontinuität
– es ist keine schnelle Lösung
Was funktioniert am besten?
Zuerst die Nahrung.
Die am besten bioverfügbaren Quellen:
– rotes Fleisch
– Fisch
– Eier
Vegetarisch:
– Linsen
– Spinat
– Tofu
– Vollkorn
Benötigt aber etwas mehr Strategie für die Aufnahme.
Nahrungsergänzungsmittel können eine Alternative sein –
sollten aber immer im richtigen Kontext betrachtet werden.

Was macht man mit dieser Information?
Das Wichtigste ist, nicht zu raten.
Wenn du mehrere der Symptome erkennst, lohnt es sich, einen Bluttest zu machen und beides zu überprüfen:
– Hämoglobin (Hb)
– Ferritin (Eisenspeicher)
Das gibt ein klareres Bild davon, wie es tatsächlich aussieht.
Wann sollte man es überprüfen lassen?
Suche ärztliche Hilfe, wenn du Folgendes erlebst:
– anhaltende Müdigkeit ohne klare Ursache
– Schwindel oder Herzklopfen
– starker Haarausfall
– Kurzatmigkeit bei leichter Anstrengung
Denn es können auch andere Ursachen vorliegen –
wie Schilddrüsenprobleme, Vitaminmangel oder andere Zustände.
Kann man selbst versuchen, „aufzufüllen“?
Du kannst absolut mit der Ernährung beginnen.
Aber es ist wichtig zu verstehen:
👉 Mehr Eisen ist nicht immer besser
👉 Und zu viel kann auch schädlich sein
Daher sollten Nahrungsergänzungsmittel am besten mit einer Kontrolle deiner Werte eingenommen werden.
So optimierst du deine Eisenaufnahme
Es geht nicht nur darum, was du isst –
sondern wie du es isst.
- Kombiniere Eisen mit Vitamin C (erhöht die Aufnahme)
→ z.B. Fleisch + Gemüse / Zitrusfrüchte
❌ Vermeide die Einnahme von Eisen zusammen mit:
– Kaffee
– Tee
– Kalzium
(diese können die Aufnahme hemmen)
Wie viel wird benötigt? (vereinfacht)
Das schwedische Lebensmittelamt empfiehlt ungefähr:
– ca. 15 mg Eisen/Tag für Frauen im gebärfähigen Alter
Aber der Bedarf variiert je nach:
– Menstruation
– Schwangerschaft
– Ernährung
– Aufnahmefähigkeit
Das Wichtigste zum Mitnehmen
Du kannst nicht immer an den Blutwerten erkennen, ob der Körper Reserven hat.
Und du kannst nicht immer genau bestimmen, was fehlt –
nur, dass sich etwas nicht ganz richtig anfühlt.
Wenn du dich wiedererkennst, lohnt es sich, dem nachzugehen.
Überprüfe deine Werte.
Und erhalte eine Erklärung für die Ursache.

