Postpartum-svettningar – vad du inte visste (men borde)

Postpartale Nachtschweißausbrüche – was Sie nicht wussten (aber wissen sollten)

Sie haben ein Kind bekommen, Ihr Körper fühlt sich stärker und gleichzeitig zerbrechlicher an als je zuvor, und die Nächte sehen ganz anders aus. Aber plötzlich passiert etwas Unerwartetes: Sie wachen schweißgebadet auf, als hätten Sie im Schlaf einen Marathon gelaufen. Ist das normal? Die Antwort ist ja – und Sie sind bei weitem nicht allein.

Warum schwitzt man nach der Geburt?

Dieses Phänomen wird Wochenbett-Schwitzen genannt und ist tatsächlich eine ganz natürliche Art und Weise, wie der Körper nach der Schwangerschaft das Gleichgewicht wiederherstellt. Während der Schwangerschaft sammelt der Körper Flüssigkeit an – ein zusätzlicher Puffer, den Sie und das Baby benötigten. Sobald das Baby geboren ist, muss der Körper den Überschuss loswerden. Dies geschieht hauptsächlich durch:

  • Urin – Sie werden vielleicht bemerken, dass Sie in den ersten Tagen häufiger urinieren.
  • Schwitzen – oft nachts, und manchmal so reichlich, dass die Laken nass werden.

Hormone spielen auch eine große Rolle. Wenn Östrogen und Progesteron nach der Geburt plötzlich sinken, löst dies die „Reinigung“ des Körpers aus. Wenn Sie stillen, beeinflussen Prolaktin und Oxytocin auch das Gleichgewicht und können das Schwitzen verstärken.

Wie lange dauert es an?

Wochenbett-Schwitzen ist in der Regel in den ersten Tagen bis Wochen nach der Geburt am intensivsten, kann aber manchmal länger anhalten – besonders wenn Sie stillen. Es ist an sich harmlos und ein Zeichen dafür, dass der Körper zu seinem neuen Gleichgewicht zurückfindet.

Was können Sie selbst tun?

Auch wenn es unangenehm sein kann, gibt es ein paar kleine Tricks, die die Nächte etwas erleichtern können:

  • Schlafen Sie in kühler, luftiger Kleidung aus Naturmaterialien.
  • Halten Sie zusätzlichen Pyjama oder Laken in der Nähe des Bettes bereit, damit Sie leicht wechseln können.
  • Trinken Sie regelmäßig Wasser – der Körper verliert mehr Flüssigkeit als gewöhnlich.
  • Eine schnelle Dusche am Morgen oder Abend kann das Wohlbefinden erheblich verbessern.

Wann sollten Sie aufmerksam sein?

Schwitzen an sich ist normal, aber wenn es mit Fieber, Schüttelfrost, übelriechendem Ausfluss oder dem Gefühl, ernsthaft krank zu sein, einhergeht, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dann könnte es sich um eine Infektion handeln, zum Beispiel in der Gebärmutter oder den Brüsten.

Ein geheimes Kapitel der Mutterschaft

Viele sprechen über Stillen, Schlafmangel und Hormonschwankungen – aber Wochenbett-Schwitzen ist eines der Themen, das oft in den Hintergrund gerät. Vielleicht überrascht es deshalb so viele, genau wie mich selbst, wie stark und intensiv es sein kann. Zu wissen, dass es ein ganz natürlicher Teil der Genesung des Körpers ist, kann in der ohnehin schon turbulenten ersten Zeit etwas mehr Ruhe geben.

Titelbild | Bild von Castorly Stock 

Einen Kommentar hinterlassen

Bitte beachten Sie, dass Kommentare genehmigt werden müssen, bevor sie veröffentlicht werden.

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.