Die erste Zeit mit einem Neugeborenen ist magisch – aber seien wir ehrlich: sie kann auch brutal hart sein. Schlafmangel, rasende Hormone und Brüste, die sich anfühlen wie Zementblöcke. Dazu Fieber, Schüttelfrost, Rötungen und schmerzhafte Knoten, da ist es kein Wunder, wenn man sich hinlegen und weinen möchte. Ich war dort, habe es getan.
Ich selbst habe es zuvor zweimal nicht geschafft, voll zu stillen. Beide Male endete es mit Antibiotika, Entzündungen und Flaschenfütterung. Diesmal habe ich mich entschieden: Ich werde voll stillen, wenn es möglich ist. Und ich habe erkannt, dass der wichtigste Schritt darin besteht, durchzuhalten, wenn der Milcheinschuss erfolgt und die Milchgänge vorübergehend verstopft sind.
Begriffe, die man kennen sollte:
- Milchstau = das, was in den ersten Tagen passiert, wenn die Milch einschiesst. Die Brüste werden gespannt, hart und schmerzhaft, manchmal auch etwas fiebrig. Es ist keine Infektion, sondern eher, dass der Körper mehr Milch produziert, als herauskommt.
- Milchverstopfung = wenn ein Milchgang verstopft ist und die Milch nicht richtig fliesst. Dies führt zu einem lokalen Knoten, Rötungen, Schmerzen und manchmal Fieber/Schüttelfrost. Unbehandelt kann dies zu einer Brustentzündung (Mastitis) führen.
Was passiert im Körper bei einer Milchverstopfung?
Wenn die Milch in den ersten Tagen einschiesst (Milchstau), füllen sich die Brüste schnell. Wenn nicht die gesamte Milch abfliesst, können die Gänge verstopfen (Milchverstopfung). Dies führt zu harten Knoten, Schmerzen, Empfindlichkeit und manchmal Fieber und Schüttelfrost. Es kann sich anfühlen wie eine Grippe – aber es ist eine lokale Entzündung, keine Infektion (solange keine Bakterien hinzukommen).
So habe ich gelernt, damit umzugehen:
Wärme vor dem Stillen: Nehmen Sie eine warme Dusche oder legen Sie ein warmes Handtuch auf die Brust, bevor Sie stillen. Die Wärme hilft, die Milch freizugeben.
Massage: Massieren Sie während des Stillens oder Abpumpens sanft vom harten Bereich zur Brustwarze hin. Kleine Kreise oder leichter Druck können helfen, die Milchgänge zu öffnen.
Lassen Sie das Baby helfen: Beginnen Sie immer mit der Brust, die sich am gespanntesten anfühlt – der Saugschmerz des Babys ist am Anfang am stärksten.
Schmerzlinderung: Paracetamol und Ibuprofen können kombiniert werden und sind während des Stillens sicher. Es hilft Ihnen, durchzuhalten, was der Schlüssel ist.
Stillposition variieren: Versuchen Sie z. B., das Baby mit dem Kinn zum schmerzenden Bereich zu legen, dies übt zusätzlichen Druck auf den blockierten Milchgang aus.
Häufig weiter stillen: Auch wenn es wehtut. Je mehr Milch fliesst, desto schneller löst sich der Stau.
Kühlen danach: Eine Kühlpackung oder kalte Kohlblätter nach dem Stillen lindern Schwellungen und Schmerzen.
Meine Erfahrung
Für mich waren die Schmerzen fast schlimmer als die Geburt – aber als ich mich entschied, dem Prozess zu vertrauen und mich durch den Schmerz zu stillen, wendete sich das Blatt. Statt Antibiotika zu bekommen, erlebte ich die Erleichterung, als der Stau sich löste. Und damit vielleicht die Chance, diesmal endlich meine kleine Tochter voll zu stillen.
Mein Tipp an Sie, die gerade dort sind
Sie sind nicht allein, auch wenn es sich so anfühlt. Vertrauen Sie Ihrem Körper, nutzen Sie Wärme, Massage, Schmerzlinderung und vor allem: stillen Sie weiter. Nach ein oder zwei Tagen werden Sie den Unterschied spüren – und dann können Sie sich auch auf eine harmonischere Stillzeit freuen.
Und das Wichtigste: Suchen Sie Hilfe, wenn Sie hohes Fieber bekommen, wenn die Brust rot und warm wird oder wenn die Schmerzen nicht nachlassen. Dann kann es sich um eine Infektion handeln, die Antibiotika benötigt.
An Sie, die gerade kämpfen – ich verspreche, es kann besser werden. Halten Sie durch, Sie sind stärker, als Sie denken.

