Eltern zu werden ist eine der größten Veränderungen im Leben. Plötzlich werden Beziehungen, Routinen und der gesamte Alltag in ein neues Licht gerückt. In dieser aufregenden und turbulenten Anfangszeit kann es hilfreich sein, kleine „Familienroutinen“ zu schaffen – Vereinbarungen, die Sie als Team stärken und Sicherheit geben, wenn Schlafmangel und emotionale Stürme sich bemerkbar machen.
Inspiriert von einem Beitrag von @hannaaa.nazarenko auf Instagram möchten wir sieben Denkanstöße teilen, die sowohl für Ihre Beziehung als auch für Ihre neue Familie einen großen Unterschied machen können.
1. In die Elternrolle hineinwachsen – ohne sich selbst zu verbiegen, um alle anderen zufriedenzustellen
Wenn man Kinder bekommt, möchten oft sowohl Familie als auch Freunde ihre Ratschläge und Erfahrungen teilen. Das ist schön, kann aber auch überwältigend sein – besonders, wenn man selbst noch versucht, seinen eigenen Weg als Elternteil zu finden.
Um unnötige Konflikte zu vermeiden, haben wir beschlossen, dass die Person, die am nächsten steht, das Gespräch führt, wenn etwas gesagt werden muss. So muss sich niemand von uns unwohl fühlen, gleichzeitig zeigen wir Respekt gegenüber den Menschen um uns herum.
Tipps und Ratschläge können wertvoll sein, aber letztendlich sind es wir – als Partner und Eltern –, die entscheiden, wie wir vorgehen wollen.
2. Wir lehren unsere Kinder, wie wir Konflikte mit Würde lösen
Das Elternleben ist intensiv und manchmal sind wir uns uneinig. Anstatt dies zu verbergen, versuchen wir, Konflikte auf eine Weise zu handhaben, die den Kindern zeigt, dass Liebe und Respekt auch Uneinigkeit zulassen können. Wir erheben nicht unnötig die Stimme, wir hören einander zu und wir zeigen, dass man sich wieder versöhnen kann. Unsere Kinder müssen sehen, dass Sicherheit nicht darin besteht, niemals zu streiten – sondern darin, sich treffen und reparieren zu können.
3. Es ist erlaubt, um Hilfe zu bitten – und sie anzunehmen
Eltern zu sein ist hart, und niemand schafft es am besten alleine. Wir erinnern uns gegenseitig daran, dass es kein Scheitern ist, Hilfe anzunehmen, im Gegenteil. Die Hilfe kann klein sein: jemand kocht das Abendessen, hält das Baby einen Moment lang oder bringt das ältere Geschwisterkind auf den Spielplatz. Wenn wir uns für Unterstützung öffnen, geben wir uns selbst mehr Kraft, um für die Kinder präsent sein zu können.
4. Wir schaffen Zeit füreinander
Die Kinder nehmen fast unsere gesamte Energie in Anspruch, aber wir wissen, dass die Beziehung zwischen uns die Grundlage für die ganze Familie ist. Deshalb suchen wir nach Mikro-Momenten – fünf Minuten bei einer Tasse Kaffee, eine Umarmung im Flur, ein Gespräch, wenn die Kinder eingeschlafen sind. Kleine Dinge, die dafür sorgen, dass wir uns nicht verlieren. Eine starke Beziehung zwischen uns macht uns auch zu sichereren Eltern.
5. Wir erlauben einander, offen über große und kleine Bedenken zu sprechen
Als neue Eltern haben wir tausend Fragen im Kopf: Schläft es zu wenig, isst es genug, warum weint es jetzt? Anstatt mit den Bedenken alleine herumzulaufen, beschließen wir, offen miteinander zu sprechen.
Wir teilen sowohl Sorgen als auch Freude, auch wenn wir die Antworten nicht haben. Auf diese Weise finden wir gemeinsam Lösungen, werden eingespielter und fühlen uns in unserer Elternschaft sicherer.
6. Wir akzeptieren, dass wir unterschiedlich sind – und heißen es als Geschenk willkommen
Wir reagieren nicht in allen Situationen gleich. Einer von uns ist vielleicht vorsichtiger, der andere entspannter. Wir versuchen, dies als Vorteil statt als Problem zu sehen. Die Kinder profitieren davon, verschiedene Seiten kennenzulernen, und wir profitieren davon, einander besser verstehen zu lernen. Die Unterschiede sorgen dafür, dass wir uns als Eltern ergänzen.
7. Wir sind ein Team – jeden Tag (auch an den schwierigsten Tagen)
Das Leben mit kleinen Kindern ist gefüllt mit Schlafmangel, Stress und kurzer Zündschnur. Es ist unvermeidlich, dass wir manchmal gereizt oder müde voneinander sind. Aber wir haben eine Grundregel: Wir wählen Respekt. Auch an den schwierigsten Tagen versuchen wir, uns mit Freundlichkeit zu begegnen, uns zu entschuldigen, wenn es nötig ist, und uns daran zu erinnern, dass wir im selben Team sind, ein Team.
Die Inspiration für diesen Beitrag stammt von @hannaaa.nazarenko auf Instagram. Danke für die wichtigen und schönen Worte, die uns daran erinnern, dass die Familie unser wichtigstes Team ist.

